Herbert liest wieder! Und wer ihn wirklich kennenlernen möchte, der sollte sich in der dritten Folge seine Ausführungen über die Kulturgeschichte der Verwaltung anhören. Sie finden, dass klingt nicht gerade prickelnd? Haben Sie eine Ahnung! Hier spricht einer gleichermaßen leidend und augenzwinkernd über sich selbst und verrät die intimsten Geheimnisse seines Verwalterlebens, von dem ich schon seit Jahren denke, es ist Tarnung!

Ich weiß auch nicht, was mit mir gerade los ist, aber schon das letzte Buch, das mich wirklich überzeugt und inspiriert hat, war ein Angestelltenroman, nämlich Thomas von Steinaeckers „Das Jahr, in dem ich aufhörte mir Sorgen zu machen und begann zu denken.“ So schlau war schon lange kein Buch mehr. Und jetzt erzählt mir Herbert von einem weiteren „Leben im Büro“ (Christoph Bartmann), das mich überzeugt.
Hab ich’s schon gesagt? Besser als in dieser Episode war Herbert nie. Von mir aus können Sie mit der zweiten Empfehlung anfangen, dann sind Sie gleich mittendrin im Vergnügen.

Ach, so: und noch eine Neuigkeit: Herbert und ich ziehen jetzt gemeinsam nach Istanbul. Warum? Erzähle ich Ihnen das nächste Mal, hat auch was mit Orhan Pamuks Museum der Unschuld zu tun.