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Gerade habe ich Lieblingspost bekommen: neue Bücher! Heute kam das schwere Paket aus dem Wilhelm Fink Verlag. Das Buch über den kulturwissenschaftlichen Blick auf die Mode, das ich zusammen mit Laura Bieger und Susanne Rohr herausgegeben habe. Bevor ich das hellblaue Buch in den Händen hielt, hatte ich mir geschworen, nie wieder einen Sammelband herauszugeben, NIE WIEDER, aber jetzt… hey: anytime!

Mit dabei: grandezziöse intellektuelle Super-Fashionistas wie Barbara Vinken und Hanne Loreck, die über die Dekonstruktion der Mode (anhand von Maison Martin Margiela) sowie über das Verhältnis von Mode und Kunst (anhand von Vanessa Beecroft, Cindy Sherman und Lady Gagas Fleischkleid) schreiben; ein erstmals übersetzter Artikel über Mode und Blick von der hochverehrten Kaja Silverman, der meinen Blick in den Spiegel für immer verändert hat; Ulrich Lehmanns Revision seiner vielbeachteten Mode und Moderne-Theorie, Annette Geigers Diskussion der Frage, warum es immer noch keine Ästhetik der Mode gibt – sowie Susanne Rohrs ungeschlagene semiotische Seismographie der imaginären Objekte der Mode.
Haben Sie immer gedacht, das Gefühl, vor Ihrem übervollen Kleiderschrank zu stehen und einfach nichts zu Anziehen zu haben, wäre ein oberflächliches, kapitalistisch gezirkeltes Scheinproblem? Dann könnte Sie Lauras und meine Einleitung interessieren.
Und wenn Sie wissen wollen, wem der berstende Kleiderschrank auf dem Cover gehört, dann kann ich Ihnen verraten: meiner ist es nicht, obwohl ich ein paar der Highheels schon nehmen würde…