AKTUELL

Neue Lesungstermine

Genug gesommert, jetzt gehen die Lesungen wieder los. Ich freu mich schon drauf!

Lesung: „Schöneberg spielt auf“  


34 Meter über dem Meer
5. September 2012, 20 Uhr 

Akazienbuchhandlung, 
Akazienstraße, Berlin Schöneberg
Mit-Veranstalter: Leslounge Birgit Bauer

Lesung in Marne 

34 Meter über dem Meer
6.September 2012, 20 Uhr 

 
Kultur- und Bürgerhaus 
Schillerstraße 11 25709 Marne

Lesung in Bremerhaven: Literarischer Herbst   

34 Meter über dem Meer  
17.10.2012 | 19.30 Uhr

Stadtbibliothek Bremerhaven, Bürgermeister-Smidt-Straße 10, 27568 Bremerhafen
Veranstalter: Literarischer Herbst c/o Wortmanufaktur Volker Heigenmooser, Walter-Delius-Straße 10, 275710 Bremerhaven  

Lesung bei Viola Taube

34 Meter über dem Meer
18. Oktober 2012, 20 Uhr

Buchhandlung Viola Taube, Nordhorn

Lesung auf der 13. Internationalen Autorentagung „Junge Literatur in Europa“

34 Meter über dem Meer
Moderation: Petra Gropp.
01.11.2012 | 16.30 Uhr

Internationales Begegnungszentrum der Universität Greifswald, Bahnhofstraße 2-3, Greifswald
Veranstalter: Hans Werner Richter-Stiftung, Greifswald
Webseite des Veranstalters: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=19432

   
Lesung in Freising

34 Meter über dem Meer 
15.11.2012 

Modern Studio Freising e.V., Freising

—01.09.2012

ARD Radiofestival

index

Im ARD Radiofestival liest dieses Jahr  der Schauspieler Ulrich Matthes Milan Kunderas „Scherz“.

Danach lesen fünfzehn Gegenwartsautoren eine Geschichte, die sie im Nachklang zu Kunderas Debüt geschrieben haben. Meine heißt: „Wenn ich dich liebe, was geht es dich an!“
Da ich in allen meinen Texten mit den Texten anderer Autoren arbeite, war mir das Schreiben dieser Geschichte ein Fest. Und dann dreht sich alles auch noch um Liebe und Verrat. „Freiheit ist alles, Liebe ist Selbstverschwendung“, so der Protagonist. Doch was ist, wenn er sich irrt?

Außerdem können Sie noch Sibylle Lewitscharoff, Jan Peter Bremer, Marcel Beyer und andere zu ihrem Scherz hören bzw. nachhören.  Das Programm finden Sie unter: www.ardradiofestival.de

Am Dienstag, den 4.9. um 22.30 Uhr (von mir gelesen) auf folgenden Frequenzen:

  • WDR 3
  • SWR 2
  • SR2 KulturRadio
  • kulturradio
  • NDR Kultur
  • Bayern 2 plus
  • Nordwestradio
  • hr2-kultur
—31.08.2012

You may appear closer than you are

Buchcover_03

Mit Bettina Khano fing alles an. Sie mietete ein riesiges Atelier in Kreuzberg, zwang mich, einen Teil davon mitzumieten und darin zu schreiben. Freiwillig hätte ich das nie gemacht. Und so dauerte es Wochen, bis ich mich von dem Schreck erholt hatte, einen Raum zu haben, der nur dafür da war, dass ich in ihm Texte produzierte, und für den ich auch noch Miete zahlen musste. Ich hatte damals noch kein einziges Wort veröffentlicht. Bettina Khano hatte zu dem Zeitpunkt auch noch keine wirklich ernstzunehmende Ausstellung vorzuweisen, und so kam es, dass wir gegen elf Uhr langsam im Atelier eintrudelten, zwei Stunden arbeiteten, uns dann auf dem Campingkocher etwas kochten und anschließend drei bis fünf Stunden tief und fest in dem riesigen Bett schliefen, das wir uns vorauschauend in eine Ecke gestellt hatten. Drei bis fünf Stunden.

Wir schliefen den Raum also erst einmal ein. Und es funktionierte: nach wochenlangem komatösem Schlafen verlor er plötzlich seine Bedrohung, und wir konnten auch längere Wachphasen in ihm durchstehen. Mein erstes Buch „Teflon“ entstand dort und die Werke von Bettinas ersten Ausstellungen. Wir hatten keine Klingel, niemand kannte unsere Telefonnummer, wir waren abgetaucht über den Dächern von Berlin.

Jetzt ist ein Buch über ihr Werk im Hatje Cantz Verlag erschienen, und ich habe den Text geschrieben, der sich durchs ganze Buch hindurch zieht. Es war einer der schwierigsten Texte meines Lebens. Ich habe ihn viermal komplett umgearbeitet, aber es hat sich gelohnt.
Außerdem gibt es in dem Buch mit dem Titel „You may appear closer than you are“ auch noch wunderbare Texte von Helga Lutz (mit der ich einen Text über Langeweile geschrieben habe: „Windstille der Seele“) und Marc Glöde. Das Vorwort ist von meinem absoluten Lieblings-Kunsttext-Autor Ulrich Loock.
Jedes Buch ist einzeln gefaltet. Bettina Khanos Räume sind dazwischen….

Falte_01.2

—29.06.2012

Von Arbeitsgaleeren, Buchstabensuppen und einem Traumbuch

Gerade entkomme ich einem wochenlangen Arbeitsgaleeren-Gerudere. Ich weiß nicht, wie lange ich mir jetzt die Nächte um die Ohren schlagen muss, um das wieder gutzumachen…
Nur unterwegs war Welt: Bei der wunderbaren Lesung auf dem Salzburger Literaturfest mit Ilma Rakusa, Kathrin Röggla, Anna Katharina Hahn und Ijoma Mangold. Wir wohnten in einem Hotel, in dem es einen Herbert-von-Karajan-Lift und himmlisches Backhendl gab.
Das Festival „Literatur in den Häusern der Stadt“ fand in Berlin zwischen Bademoden statt, in Wiesbaden bei einer älteren Dame mit unglaublicher Grandezza und grandioser Kette, und in Köln direkt am Rhein.
An der Akademie in Düssledorf diskutierte ich mit Kunststudenten zwei Tage lang über die Abbildbarkeit von Wirklichkeit, Raum, Zeit, Holzwürmer, Jonathan Messe, Buchstabensuppen und die Frage, was uns Kunst für Hunde sagt. Jeden Morgen läuft man da durch prachtvolle Gänge an Türen vorbei, an denen  Namen stehen wie: Anthony Cragg, Rosemarie Trockel, Durs Grünbein, und es riecht herllich giftig nach Farbe.
Heute habe ich einen Text über Väter abgeschickt („Der Mut der letzten Zeit“), der in der Salzburger Literaturzeitschrift „Salz“ erscheinen wird. Morgen lese ich einen Text fürs ARD-Radiofestival ein, der im Nachklang zu Kunderas „Scherz“ geschrieben ist: „Wenn ich dich liebe, was geht es dich an?“ und übermorgen gehe ich aus.
Und ein langgehegter Traum hat sich endlich realisiert – zehn Jahre habe ich darauf gewartet: Die Herausgabe des Nachlasses von Dietmar Kamper, für das ich das Vorwort verfasst habe (vier Wochen, 8 Seiten – das war eher U-Boot als Galeere): „Der Traum vom Umzug ins Offene – Dietmar Kampers hermetische Poesie“. Mich inspiriert und berührt kein Autor mehr. Wenn Sie wollen, fangen Sie mit „Horizontwechsel“ an, da ist eine Qualle auf dem Cover, die Kopfstand macht.

Das Traumbuch erscheint im Herbst im Wilhelm Fink Verlag:

Traumbuch

—19.06.2012

Herberts Büro

Herbert liest wieder! Und wer ihn wirklich kennenlernen möchte, der sollte sich in der dritten Folge seine Ausführungen über die Kulturgeschichte der Verwaltung anhören. Sie finden, dass klingt nicht gerade prickelnd? Haben Sie eine Ahnung! Hier spricht einer gleichermaßen leidend und augenzwinkernd über sich selbst und verrät die intimsten Geheimnisse seines Verwalterlebens, von dem ich schon seit Jahren denke, es ist Tarnung!

Ich weiß auch nicht, was mit mir gerade los ist, aber schon das letzte Buch, das mich wirklich überzeugt und inspiriert hat, war ein Angestelltenroman, nämlich Thomas von Steinaeckers „Das Jahr, in dem ich aufhörte mir Sorgen zu machen und begann zu denken.“ So schlau war schon lange kein Buch mehr. Und jetzt erzählt mir Herbert von einem weiteren „Leben im Büro“ (Christoph Bartmann), das mich überzeugt.
Hab ich’s schon gesagt? Besser als in dieser Episode war Herbert nie. Von mir aus können Sie mit der zweiten Empfehlung anfangen, dann sind Sie gleich mittendrin im Vergnügen.

Ach, so: und noch eine Neuigkeit: Herbert und ich ziehen jetzt gemeinsam nach Istanbul. Warum? Erzähle ich Ihnen das nächste Mal, hat auch was mit Orhan Pamuks Museum der Unschuld zu tun.

—16.05.2012