AKTUELL

Katharina Grosse in der Sammlung Hoffmann

hoffmann

Weil es einfach unglaublich ist, wie Katharina Grosse diesen unfassbaren Raum von Erika Hoffmann in der Sammlung Hoffmann sprengt (auf der Wand links hinter KG geht’s nochmal mindblowing weiter…), und weil sich gerade die Weiterarbeit an meinem ersten Kapitel sträubt, poste ich jetzt noch dieses Photo von Lisa Zeitz (die mit der Discokugel und dem Möbelporn, siehe ein paar Einträge weiter unten) hinterher.

Die Einladung zur Eröffnung hieß übrigens: Zu drinks and nippets, und keiner wusste genau, ob die nippets die pinken Bommel an Katharinas Hemd, die Cashews auf dem Buffet oder die Scoobidoos waren, die in einer Ecke von einer Truppe toller Kinder angeboten wurden. Doch jeder ahnte: nichts von alledem, denn dafür haben nippets zu viel Sprengkraft. Grosser Abend!

—10.09.2012

Ganz Ohr!

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Wenn das kein Prachtexemplar von einem Ohr ist!

Hier kann man meine und andere Geschichten nachhören, die in Resonanz zu Milan Kunderas „Scherz“ entstanden sind:

http://www.ardmediathek.de/dossiers/-turandot-trifft-belafonte-ard-radiofestival?documentId=10750938

Ganz wunderbar: der Text von Sibylle Lewitscharoff. Heute Abend liest Clemens J. Setz.

Irgendwann muss ich noch mal einen Essay übers Ohr schreiben. Dietmar Kamper hat mal ein ganzes Seminar übers Ohr unterrichtet, und ich habe leider den Ordner mit den Texten dazu verloren. Vielleicht kennen Sie ja gute Texte übers Ohr und das Hören? Her damit!

—05.09.2012

Neue Lesungstermine

Genug gesommert, jetzt gehen die Lesungen wieder los. Ich freu mich schon drauf!

Lesung: „Schöneberg spielt auf“  


34 Meter über dem Meer
5. September 2012, 20 Uhr 

Akazienbuchhandlung, 
Akazienstraße, Berlin Schöneberg
Mit-Veranstalter: Leslounge Birgit Bauer

Lesung in Marne 

34 Meter über dem Meer
6.September 2012, 20 Uhr 

 
Kultur- und Bürgerhaus 
Schillerstraße 11 25709 Marne

Lesung in Bremerhaven: Literarischer Herbst   

34 Meter über dem Meer  
17.10.2012 | 19.30 Uhr

Stadtbibliothek Bremerhaven, Bürgermeister-Smidt-Straße 10, 27568 Bremerhafen
Veranstalter: Literarischer Herbst c/o Wortmanufaktur Volker Heigenmooser, Walter-Delius-Straße 10, 275710 Bremerhaven  

Lesung bei Viola Taube

34 Meter über dem Meer
18. Oktober 2012, 20 Uhr

Buchhandlung Viola Taube, Nordhorn

Lesung auf der 13. Internationalen Autorentagung „Junge Literatur in Europa“

34 Meter über dem Meer
Moderation: Petra Gropp.
01.11.2012 | 16.30 Uhr

Internationales Begegnungszentrum der Universität Greifswald, Bahnhofstraße 2-3, Greifswald
Veranstalter: Hans Werner Richter-Stiftung, Greifswald
Webseite des Veranstalters: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=19432

   
Lesung in Freising

34 Meter über dem Meer 
15.11.2012 

Modern Studio Freising e.V., Freising

—01.09.2012

ARD Radiofestival

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Im ARD Radiofestival liest dieses Jahr  der Schauspieler Ulrich Matthes Milan Kunderas „Scherz“.

Danach lesen fünfzehn Gegenwartsautoren eine Geschichte, die sie im Nachklang zu Kunderas Debüt geschrieben haben. Meine heißt: „Wenn ich dich liebe, was geht es dich an!“
Da ich in allen meinen Texten mit den Texten anderer Autoren arbeite, war mir das Schreiben dieser Geschichte ein Fest. Und dann dreht sich alles auch noch um Liebe und Verrat. „Freiheit ist alles, Liebe ist Selbstverschwendung“, so der Protagonist. Doch was ist, wenn er sich irrt?

Außerdem können Sie noch Sibylle Lewitscharoff, Jan Peter Bremer, Marcel Beyer und andere zu ihrem Scherz hören bzw. nachhören.  Das Programm finden Sie unter: www.ardradiofestival.de

Am Dienstag, den 4.9. um 22.30 Uhr (von mir gelesen) auf folgenden Frequenzen:

  • WDR 3
  • SWR 2
  • SR2 KulturRadio
  • kulturradio
  • NDR Kultur
  • Bayern 2 plus
  • Nordwestradio
  • hr2-kultur
—31.08.2012

You may appear closer than you are

Buchcover_03

Mit Bettina Khano fing alles an. Sie mietete ein riesiges Atelier in Kreuzberg, zwang mich, einen Teil davon mitzumieten und darin zu schreiben. Freiwillig hätte ich das nie gemacht. Und so dauerte es Wochen, bis ich mich von dem Schreck erholt hatte, einen Raum zu haben, der nur dafür da war, dass ich in ihm Texte produzierte, und für den ich auch noch Miete zahlen musste. Ich hatte damals noch kein einziges Wort veröffentlicht. Bettina Khano hatte zu dem Zeitpunkt auch noch keine wirklich ernstzunehmende Ausstellung vorzuweisen, und so kam es, dass wir gegen elf Uhr langsam im Atelier eintrudelten, zwei Stunden arbeiteten, uns dann auf dem Campingkocher etwas kochten und anschließend drei bis fünf Stunden tief und fest in dem riesigen Bett schliefen, das wir uns vorauschauend in eine Ecke gestellt hatten. Drei bis fünf Stunden.

Wir schliefen den Raum also erst einmal ein. Und es funktionierte: nach wochenlangem komatösem Schlafen verlor er plötzlich seine Bedrohung, und wir konnten auch längere Wachphasen in ihm durchstehen. Mein erstes Buch „Teflon“ entstand dort und die Werke von Bettinas ersten Ausstellungen. Wir hatten keine Klingel, niemand kannte unsere Telefonnummer, wir waren abgetaucht über den Dächern von Berlin.

Jetzt ist ein Buch über ihr Werk im Hatje Cantz Verlag erschienen, und ich habe den Text geschrieben, der sich durchs ganze Buch hindurch zieht. Es war einer der schwierigsten Texte meines Lebens. Ich habe ihn viermal komplett umgearbeitet, aber es hat sich gelohnt.
Außerdem gibt es in dem Buch mit dem Titel „You may appear closer than you are“ auch noch wunderbare Texte von Helga Lutz (mit der ich einen Text über Langeweile geschrieben habe: „Windstille der Seele“) und Marc Glöde. Das Vorwort ist von meinem absoluten Lieblings-Kunsttext-Autor Ulrich Loock.
Jedes Buch ist einzeln gefaltet. Bettina Khanos Räume sind dazwischen….

Falte_01.2

—29.06.2012