WMD_Hintergrund*

Mein letztes Jahr

Ich habe ein Jahr lang nicht geschrieben, nichts gepostet. Ich habe mir ein Jahr Auszeit genommen, um geflohenen Menschen zu helfen und eine Organisation für und mit diesen Menschen zusammen aufzubauen. Was das alles für mein Leben bedeutet und wie sehr mich das verändert und geprägt hat, kann ich nicht in ein paar Zeilen fassen.

Für das Hamburger Literaturhaus führen Zeruya Shalev und ich im Rahmen des Projekts FRAGILE - Europäische Korrespondenzen gerade einen Briefwechsel. Der Brief an Zeruya war der erste Text, den ich nach diesem langen Jahr wieder geschrieben habe, und ich glaube, darin steht es.

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Literatenfunk im Deutschland Radio

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Der Literatenfunk auf piqd.de macht mich glücklich. Die Texte, die dort von Schriftstellerinnen und Schriftstellern über ihre eigene Lektüre erscheinen, sind grandios. Sie sind differenziert, abseitig, persönlich, politisch, poetisch und haben nur einen einzigen Nachteil: Mein Bücherstapel wächst.

Langsam zeichnen sich die Lektüre-Kosmen der einzelnen Literatenfunker ab, und über Ulla Lenzes Knausgard-Lektüre-Pitch gab es auch schon die erste Diskussion unter uns.

Ich kann es kaum erwarten, mehr über die Bücherstapel neben den Betten oder unter, neben, auf den Schreibtischen der Anderen zu lesen, nachdem Annett Gröschner und ich unsere ewig Ungelesenen bzw. Angelesenen bereits preisgegeben haben.

Und wer noch ein bisschen genauer hören möchte, warum Annett Gröschner und mich das alles so begeistert, kann das hier tun: Lesezeit von Deutschland Radio Kultur.

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Flusser Archiv

Trost und Sprungbrett

Im Literatenfunk von piqd habe ich darüber geschrieben, warum ich sehr regelmäßig Vilém Flusser lesen muss, wenn sich die Welt von mir abstrahiert oder ich mich von ihr. Es geht um Trost und Sprungbretter...

Der Literatenfunk ist einer der Kanäle meines neuen Lieblingsortes im Netz: piqd. Piqd hat einen komischen Namen und ist eine Art Programmzeitschrift fürs Netz. ExpertInnen kämmen Online-Texte durch und kommentieren, warum man welchen Text unbedingt lesen muss. Sie machen das so gut, dass ich es kaum erwarten kann, bis der nächste Newsletter kommt.

Den Literatenfunk habe ich mir selbst ausgedacht. Da schreiben AutorInnen über die Bücher, die sie lesen und die Bücherstapel ihres Lebens. Mit dabei: Ulla Lenze, Nora Gomringer, Saša Stanišić, Ulrike Draesner, Annett Gröschner, Antje Ravic Strubel, Jan Brandt, Monika Rinck, Jochen Schmidt und Teresa Präauer.

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Readings for Refugees

Heute Abend um 20 Uhr lese ich zusammen mit Rebecca Martin und Jan Brandt in der Backfabrik Clinker Lounge, Saarbrücker Straße 36a, Berlin. Judith Poznan moderiert. Alles, was wir erlesen, bekommt der Verein "Moabit hilft", der seit Monaten den Newcomern im LaGeSo hilft. Also: kommt in Scharen!

 

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Begehren im Hygienemuseum

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Am 17. November spreche ich abends mit einem Paartherapeuten über den Gegensatz zwischen Liebe und bloßem Begehren in Zeiten der bindungslosen Verwirklichungssucht, schreibt das Hygiene Museum Dresden. Ich bin gespannt!

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Die Bücher neben meinem Bett (Teil 1)

Bald wird es ein neues Portal geben. Es trägt den seltsamen Namen piqd und ist jetzt schon - in der Betaphase - eine meiner Lieblings-Spielwiesen im Netz. Mehr darf ich noch nicht verraten, aber geschrieben habe ich schon mal was - über die Bücherstapel meines Lebens und warum manche dieser Stapel warten können und andere überhaupt nicht. Wenn Sie schon mal reinschauen wollen: Die Bücher neben meinem Bett (Teil 1) Später mehr!

 

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Keine Sammelband über die 100 schnellsten, schönsten, schlausten Männer

 

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Für meine Kolumne auf Zeit-Online habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was die Top-100-Frauenbiografien auf Amazon über ihre Leserinnen aussagen. Am Schluß der Recherche war ich kurz davor, mir das Buch "Ich ritt Gaddafis Pferde" zu kaufen - so schlimm war's und so lustig.

Die ursprüngliche Idee für diesen Text verdanke ich Stefan Mensch, der diese Cover hier auf Facebook zusammengestellt hat.

 

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Zwischen Meditationskissen und Davos

Mein erster Text für unsere ZEIT-Online Kolumne 10nach8 geht um die Arbeit der Sozialen Neurowissenschaftlerin Tania Singer. Die Begegnung mit ihr war für mich weltöffnend. Bevor ich jetzt aber versuche, dass, was im Artikel steht, nochmal anders zu schreiben, lest einfach hier weiter: "Abschied vom Homo Oeconomicus"

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Aus 10vor8 wurde 10nach8

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Aus 10 vor 8 auf Faz.net wurde am 13. Juli 2015 10 nach 8 auf Zeit-Online.

Aus dem Morgen wurde ein Abend. Aus dem Blog eine Kolumne. Wir bleiben politisch, poetisch, polemisch. Wir laden weiterhin großartige Gastautorinnen ein. Wir haben nur jetzt viel mehr Leserinnen und Leser. Wir sind äußerst glücklich!

Die Redaktion besteht nun aus: Annett Gröschner, Marion Detjen, Catherine Newmark, Heike-Melba Fendel, Hella Dietz, Stefanie Lohaus, Mascha Jacobs, Lina Muzur, Ulrike Demmer, Elisabeth Wellershaus und mir.

In den ersten Texten ging es unter anderem um den Yoga-Lehrer als postfeministischen Fetisch, um Europa als Republik, einen Morning Rave, Miniröcke in Marokko und um die Gender Studies, ein Beitrag, der über 800 mal kommentiert wurde. Das ist auch neu für uns...

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Die ganz große Gelassenheitsübung

Das halbe Jahr, nachdem ein neuer Roman in der Welt ist, ist für mich immer eine ganz große Gelassenheitsübung. Mein Ego zeigt sich in dieser Zeit so struppig wie sonst nie. Ich kann  nur versuchen, offen zu bleiben und weder die schlechten und bösartigen noch die guten und großartigen Rezensionen persönlich zu nehmen. Beides macht mich nervös und beides führt zu falschen Schlüssen. Ich glaube, dass es kaum etwas gibt, das einfacher und direkter zu falschen Schlüssen verleitet als Erfolg und Misserfolg.

Dass ich hier jetzt die großartige Rezension von Tomasz Kurianowicz in der FAZ vom 10. Juni so groß poste, zeigt, dass ich das, was ich verstanden habe, noch nicht ganz verstanden habe:

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Und weil es jetzt auch schon egal ist, kommt die Rezension aus der WELT von Rainer Moritz gleich noch hinterher...

 

 

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